contexio GERIATRIC ASSESSMENT WIZARD

Interactive Scientific Toolkit

Programmed by Roman Kleindienst, MD,

Member of the European Academy for Medicine of Ageing

 

Here you can download the English and German shareware-version of a professional geriatric assessment computer program for physicians and geriatric assessment teams.

You can perform the following test procedures using this unique geriatric assessment software for unrestricted documentation, calculation of scores, automatic interpretation and printout of results:

Barthel Index (Activities of Daily Living), Clock Completion Test, Digit Span Test, Geriatric Depression Scale, Hachinski Test, Handgrip Strength, Incontinence Screening, Instrumental Activities of Daily Living, Social Situation, Timed Test of Money Counting, Mini Mental State Examination, Mini Nutritional Assessment, Timed “Up & Go" Test, Tinetti Assessment Tool, and Trail Making Tests.

There are also data fields available for body fat measurement by bioimpedance analysis, sensory perception and pain.

 

 

Optionally, you can obtain a database-version offering full database functionality for scientific and statistical purposes, data fields for laboratory parameters, medication, diagnoses and additional patient related data, as well as the possibility of printing a cumulative assessment result.

Copyright © 2001-2002  Dr. R. Kleindienst   www.contexio.com

 

 

 

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For installation of the program open the downloaded ZIP-Archive (depending on your operating system you maybe will need a special program like WINZIP [ www.winzip.com ] to do that. Read the textfile and install Geriatric Assessment Wizard by double-clicking GAWiz13E (English version) or GAWiz13G (German version), respectively.

 

 

Information about Geriatric Assessment (German language only)

 

Geriatrisches Assessment

Im Rahmen des geriatrischen Basisassessments wird eine Untersuchung des Patienten auf mehreren Ebenen durchgeführt. Neben organmedizinischen Befunden spielen auch kognitive, mentale, psychische, soziale und funktionelle Befunde eine grosse Rolle. Dazu haben sich eine Auswahl standardisierter Testverfahren etabliert, die für den deutschen Sprachraum von der Arbeitsgruppe für Geriatrisches Assessment ausgearbeitet bzw. angepasst wurden. Die Beurteilung des Patienten erfolgt interdisziplinär durch Ärzte, Pflegepersonal, Physio-, Logo- und Ergotherapeuten, Diätberatern und anderen.

Sinn einer derartigen mehrdimensionalen Betrachtungsweise von Krankheit und Funktionseinschränkungen ist, die Häufigkeit von Institutionalisierungen und Pflegebedürftigkeit alter Menschen zu vermindern sowie deren Selbsthilfefähigkeit zu erhöhen.

“Geriatrisches Basisassessment: Handlungsanleitungen für die Praxis“ Redaktion: M. Bach, W. Hofmann, T. Nikolaus, Schriftenreihe Geriatrie Praxis, MMV Medizin Verlag München ( ISBN 3-8208-1309-8 )

 

Barthel Index

Der Barthel Index wurde bereits 1965 in Maryland, USA von Florence I. MAHONEY und Dorothea W. BARTHEL entwickelt und stellt eine einfache Möglichkeit dar, Abhängigkeiten in den Aktivitäten des täglichen Lebens zu klassifizieren. Der Index hält fest, welche Aufgaben ein Patient wirklich durchführen kann, und nicht welche Aufgaben er durchführen könnte. Hauptziel ist es, den Grad der Unabängigkeit in den Basisaktivitäten des täglichen Lebens zu dokumentieren. Dabei muss beachtet werden, dass bereits Beaufsichtigung eine Form der Abhängigkeit darstellt. In der Beurteilung sollen auch aussenanamnestische Angaben einfliessen können, ein direktes Testen ist nicht erforderlich. Zur Beurteilung wird im Allgemeinen der Zustand des Patienten während der letzten 24-48 Stunden herangezogen. Werden bei einer Beurteilung mittlere Kategorien ausgewählt, impliziert dies einen mehr als 50-prozentigen Leistungsanteil des Patienten. Der Gebrauch von Hilfsmitteln ist erlaubt. Im Barthel Index werden folgende Aktivitäten beurteilt: Essen, Transfer vom Bett zum Rollstuhl und zurück, Persönliche Hygiene, Toilettenbenutzung, selbständiges Baden, Gehen auf Flurebene oder Fahren mit einem Rollstuhl, Treppensteigen, An- und Auskleiden, Stuhlkontinenz und Urinkontinenz.

Maximal können 100 Punkte vergeben werden. Da der Barthel Index keine kontinuierliche Skala ist, kann er - als alleiniges Verfahren angewandt - den Grad der Hilfsbedürftigkeit nicht quantifizieren. Bei der Beurteilung pflegebedürftiger alter Menschen können einzelne Items eine größere Bedeutung haben als die im Summenscore erreichte Punktezahl. Wertangaben im Summenscore haben sich allerdings für Verlaufsbeurteilungen und für statistische Vergleiche als zweckmäßig erwiesen.

Die gute bis sehr gute Validität, Sensitivität und Reliabilität des Barthel Index wurden durch zahlreiche Untersuchungen belegt. Er besitzt eine gewisse prädiktive Wertigkeit für die Vorhersage therapeutischer Verläufe.

Um "feinere" Alltagsfähigkeiten, wie die Regelung finanzieller Angelegenheiten oder soziale Aktivitäten zu erfassen, beinhaltet das Basisassessment zusätzlich die Tests "Soziale Situation" und die Performance-Aufgabe "Geldzählen".

Mahoney FI, Barthel DW (1965): Functional evaluation: The Barthel Index. Maryland State Med J 14/2: 56-61

 

Digit Span Test

Der Digit-Span-Test ist ein nützliches Hilfsmittel zur Feststellung von Vigilanz und Konzentrationsfähigkeit. Dabei hat der Proband eine Anzahl von Zahlen zu wiederholen, welche vordiktiert werden.

Es wird mit einer Zweiersequenz begonnen und gesteigert, bis der Patient nicht mehr wiederholen kann. Danach lässt man den Patienten Zahlenreihen in verkehrter Reihenfolge wiederholen. Dieses Ergebnis kann für die Beurteilung anderer Testverfahren, insbesondere kognitiver Leistungsfähigkeit, von Bedeutung sein.

Wechsler D. (1945)  A standardized memory scale for clinical use. J Psychol 19: 87-95

 

Geldzählen

Nach standardisierten Vorgaben wird die Zeit für das Zählen von Geld gemessen. Das Verfahren weist auf die Abhängigkeit von ambulanter oder institutionalisierter Hilfe hin und eignet sich für Verlaufskontrollen. Für ältere Menschen ist der richtige Umgang mit Geld eine wesentliche Voraussetzung für ihre selbständige Lebensführung.

"Geldzählen" nach NIKOLAUS erfasst die "feineren" Tätigkeiten des täglichen Lebens, die manuellen Fähigkeiten, den Nahvisus und auch kognitive Funktionen durch die darin enthaltenen Rechenvorgänge.

Das empfohlene Verfahren erfüllt alle Testgütekriterien. Es ist besonders gut für Verlaufsuntersuchungen, z.B. unter Therapie geeignet. Gemessen wird die Zeitdauer in Sekunden, in der das empfohlene Verfahren durchgeführt werden kann. Dabei wird zwischen Selbständigkeit, Risiko für Hilfebedürftigkeit und Risiko für erhebliche Hilfebedürftigkeit unterschieden.

Nikolaus T, Bach M, Specht-Leible N, Oster P, Schlierf G (1995): The Timed Test of Money Counting.  A short physical performance test for manual dexterity and cognitive capacity. Age Ageing 24: 257-258

Nikolaus T, Bach M, Oster P, Schlierf G (1995): The Timed Test of Money Counting. A simple method of recognizing geriatric patients at risk for increased health care. Aging Clin Exp Res 7: 179-183

 

Geriatrische Depressions Skala (GDS)

Begleitdepressionen verlängern und komplizieren die Behandlung organischer Erkrankungen und können verfrüht zu Pflegebedürftigkeit führen. Sie können nicht vorhandene Demenzerkrankungen vortäuschen oder bereits manifeste Demenzerkrankungen aggravieren. Depressive Symptome bei betagten Patienten zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln, ist daher besonders wichtig. Screeningverfahren tragen dazu bei, Depressionen aufzudecken.

Obwohl zur Erfassung einer Depression zahlreiche Instrumente zur Verfügung stehen, ist die von Yesavage et al. entwickelte Geriatric Depression Scale (GDS) bei älteren Menschen extensiv getestet und verwendet worden. Die 15 Fragen umfassende Kurzfassung hat international weite Verbreitung gefunden. Sie eignet sich für Verlaufskontrollen. Als Zielgruppe eignen sich gesunde, medizinisch Kranke und mild bis moderat kognitiv eingeschränkte ältere Erwachsene. Der Test wurde sowohl im Akut- als auch Langzeitpflegebereich sowohl für klinische Zwecke als auch für wissenschaftliche Aufgaben eingesetzt. Die Sensitivität wird mit 92% angegeben, die Spezifität mit 89%, verglichen mit für die Depression diagnostischen Kriterien. Der Test kann ein diagnostisches Gespräch mit einem Psychiater zwar nicht ersetzen, stellt jedoch ein nützliches Screening-Werkzeug im klinischen Alltag dar.

Eine wesentliche Einschränkung dieses Screenings für Depression besteht jedoch in der schlechten Empfindlichkeit für Angstsymptome oder in einem möglichen Nichteingestehen depressiver Anzeichen.

Sind die kognitiven Leistungen stark eingeschränkt (z. B. nach Hinweisen in der MMSE), sind Ergebnisse der Geriatrischen Depressions-Skala (GDS) nicht verwertbar.

Yesavage JA, Brink TL, Rose TL et al. (1983): Development and validation of a geriatric depression screening scale: a preliminary report. J Psychiatr Res 39 : 37-49

 

Hachinski Test

Der Hachinski-Test hilft eine Demenz vom Alzheimertyp von einer Multiinfarktdemenz zu differenzieren. Es werden hierzu 8 Fragen gestellt, deren Beantwortung häufig unter Heranziehung Angehöriger bzw. medizinischer Unterlagen vorgenommen werden muss. Für die Auswertung wird der Summenscore nach Rosen verwendet.

Hachinski VC, Iliff LD, Zilhka E, Du Boulay GH, McAllister VL, Marshall J, Russell RW, Symon L. (1975): Cerebral blood flow in dementia. Arch Neurol. 32 (9) : 632-637

Rosen WG, Terry RD, Fuld PA, Katzman R, Peck A. (1980): Pathological verification of ischemic score in differentiation of dementias. Ann Neurol.  7(5) : 486-8.

 

Handkraft

Die Messung der Handgriffstärke erlaubt gewisse Vorhersagen für erhöhte Risiken wie Frakturen, Mortalität und andere. Sie lässt Rückschlüsse auf die Gesamtmuskelkraft des alten Patienten zu, korreliert mit dem Ernährungszustand und kann für die Verlaufsbeurteilung Verwendung finden.

Eine ausreichende Handgriffstärke ist die Voraussetzung für die manuellen Fähigkeiten bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens. Eine verminderte Handgriffstärke ist ein Anzeichen für generell verminderte Muskelkraft alter Menschen und korreliert daher stark mit deutlich erhöhtem Sturz- und Frakturrisiko, mit verminderter Selbsthilfefähigkeit und erhöhter Mortalität. Im Rahmen des Basisassessments kann die maximale Handgriffstärke mit einem Vigorimeter gemessen werden..

Philipps P (1986): Grip stength, mental performance and nutritional status as indicators of mortality risk among female geriatric patients. Age and Ageing 15: 53-56

Hyatt RH, Whitelaw, MN, Bhat A, Scott S, Maxwell JD (1990):  Association of muscle strength with functional status of elderly people. Age and Ageing 19: 330-336

 

Inkontinenzscreening

Ausgewählte Fragen dienen der Erfassung einer eventuell vorliegenden Inkontinenz.  Sie beziehen sich auf Drangsymptomatik bzw. Drangharninkontinenz, Stressharninkontinenz, Stuhlinkontinenz und Angaben des Pflegepersonals. Zusätzlich wird der Wunsch des Patienten nach weiterer Abklärung erfasst.

Der Verdacht auf Inkontinenz sollte Anlass für weitergehende Abklärung sein.

Fragenzusammenstellung:   Dr.M. Gosch,  Dr. H. Talasz,  Krankenhaus Hochzirl

 

Instrumentelle Aktivitäten des täglichen Lebens (IADL)

Die IADL Skala erlaubt die Beurteilung der Fähigkeit komplexere Aufgaben des täglichen Lebens auszuführen.

Dazu zählen telefonieren, die Nutzung von Transportmitteln, einkaufen, kochen, den Haushalt führen, Wäsche waschen, Medikamente einnehmen und Geldgeschäfte erledigen.

Die IADL Skala liefert einen Ausgangswert, welcher mit den Ergebnissen von zukünftigen Auswertungen verglichen werden kann. Männer erzielen im allgemeinen weniger Punkte als Frauen auf dieser Skala, da die Fragen in Richtung Hausarbeit verzerrt sind. Der erreichte Punktewert der IADL Skala ist auch von kognitiven Beeinträchtigungen und Depression abhängig. Aus diesen Gründen sollte die Skala nur für Verlaufsbeobachtungen verwendet werden und nicht zur Kategorisierung von Patienten.

Lawton MP, Brody EM (1969): Assessment of older people: self-maintaining and instrumental activities of daily living. Gerontologist  9 (3) : 179-186

 

Mini-Mental State Examination (MMSE)

Da die Verminderung kognitiver Fähigkeiten die Alltagskompetenz erheblich einschränkt und zu Pflegebedürftigkeit führt, ist die Klärung von Gedächtnisschwierigkeiten von erheblicher Bedeutung. Der Übergang von physiologischen Gedächtnisschwierigkeiten (gutartige Altersvergesslichkeit) zu pathologischen Veränderungen (Demenz-Syndromen unterschiedlicher Ätiologie) ist fließend. Die Mini Mental State Examination (MMSE) gehört international zu den am häufigsten verwendeten Testmethoden zur Erfassung kognitiver Störungen. Aufgrund der hohen Prävalenz kognitiver Einschränkungen bei älteren Patienten stellt diese Untersuchung einen wichtigen Teil des geriatrischen Assessments dar. Das Instrument eignet sich für die Erfassung und die Verlaufskontrolle kognitiver Störungen gleichermassen. Auch im Rahmen klinischer Studien wurde dieses Verfahren eingesetzt. Es erfasst Orientierung, Aufmerksamkeit, Kurzzeitgedächtnisleistung, Sprachfähigkeiten, die Fähigkeit einfache Aufforderungen zu befolgen und andere. Der Test ist weder diagnostisch noch dazu geeignet leichtgradige kognitive Störungen zu erfassen, aber als Screeningtest sensitiv und spezifisch für Demenz und Delir bei hospitalisierten Patienten. Es wird angenommen, dass 24 oder weniger Punkte mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine kognitive Einschränkung hinweisen. In diesem Fall ist eine weitere Abklärung der Gedächntisfunktionen dringend erforderlich.

Folstein MF, Folstein SE, McMugh PR (1975): "Mini-Mental State": A practical method for grading the cognitive state of patients for the clinician. J Psychiatr Res 12:189-198

 

Mini Nutritional Assessment (MNA)

Bei älteren Patienten findet sich eine hohe Prävalenz an Fehl- und Mangelernährung. Das Mini Nutritional Assessment (MNA) liefert eine rasche Orientierung bezüglich des Ernährungsstatus. Die Sensitivität des Testverfahrens liegt bei 96%, die Spezifität bei 98% und der prädiktive Wert bei 97%, wobei sich die Prädiktivität auch auf Pflegekosten und Länge des Krankenhausaufenthaltes bezieht ( validiert für Alter über 55 Jahre ). Das MNA ist einfach und schnell durchzuführen und ist für Verlaufsbeobachtung geeignet.

Die in der Software verwendete update-Version des MNA erlaubt auch die Durchführung eines kurzen Screenings zum Ausschluss einer Fehl- bzw. Unterernährung.

Guigoz Y, Vellas B, Garry PJ ( 1994 ). Mini Nutritional Assessment: A practical assessment tool for grading the nutritional state of elderly patients. Facts and Research in Gerontology. (supplement 2): 15-59

Guigoz Y, Vellas B, Garry PJ ( 1996 ) Assessing the nutritional status of the elderly: The Mini Nutritional Assessment as part of the geriatric evaluation. Nutr Rev  54: S59

 

Soziale SItuation

Neben physischen und psychischen Faktoren spielt bei geriatrischer Diagnostik und Therapie die soziale Situation eine wichtige Rolle. Soziale Verhältnisse und Wohnsituation beeinflussen den Krankheitsverlauf und die Prognose älterer Menschen. Soziale Isolation ist ein Risikofaktor für Morbidität und Mortalität. Gebrechliche ältere Menschen benötigen Unterstützung, um weiter in ihrem Umfeld leben zu können. Unter den Bedingungen guter sozialer Einbettung können Funktionsverluste besser ausgeglichen werden und Heimaufenthalte vermieden werden. Diese Personen weisen ferner eine längere Lebenserwartung auf.

Der Sozialfragebogen nach NIKOLAUS enthält Angaben über soziale Kontakte und Unterstützung, Aktivitäten, Wohnungssituation und andere. Er identifiziert soziale Risiken, d.h. er gibt Hinweise auf alte Patienten, bei denen ein Hausbesuch durch das geriatrische Team erforderlich ist. Er dient damit der Therapie- und Entlassungsplanung unter sozialen Gesichtspunkten. Ferner werden fünf Performance-Aufgaben empfohlen, die Leistungsunterschiede besonders gut unter Verlaufsgesichtspunkten dokumentieren.

Die Skala umfaßt 25 Punkte. Werden weniger als 17 Punkte erreicht, besteht dringender Anlass, die soziale Gesamtsituation zu klären, z.B. einen Hausbesuch durchzuführen, mit einem Sozialarbeiter Kontakt aufzunehmen oder eine Übergangsbetreuung bzw. Übergangspflege in die Wege zu leiten.

Für diese Zwecke sind gute Testgütekriterien (Sensitivität, Spezifität, Reliabilität) nachgewiesen.

Die Fragen werden in offener Form gestellt, d.h. sie müssen nicht wortgetreu vorgelegt werden.

Nikolaus T, Specht-Leible N, Bach M, Oster P, Schlierf G (1994): Soziale Aspekte bei Diagnostik und Therapie hochbetagter Patienten. Erste Erfahrungen mit einem neu entwickelten Fragebogen im Rahmen des geriatrischen Assessment. Z Gerontol 27: 240-245

Nikolaus T, Specht-Leible N, Bach M, Wittmann-Jennewein C, Oster P, Schlierf G (1995): Effectiveness of hospital-based geriatric evaluation and management and home intervention team (GEM-HIT).  Z Gerontol Geriat 28: 47 – 53

 

Timed  “Up & Go"

Der Timed "Up & Go" Test nach PODSIADLO & RICHARDSON erfasst zuverlässig körperliche Mobilität. Eine minimale Beweglichkeit ist allerdings Voraussetzung. Bei Probanden, die für die Ausführung mehr als 20 Sekunden benötigen, besteht eine alltagsrelevante Mobilitätseinschränkung .

Störungen der Mobilität und Stürze sind zentrale Probleme bei alten Patienten. Hausarzt und Geriater sollten sie so bald wie möglich erkennen, um präventive, diagnostische und therapeutische Maßnahmen einleiten zu können.

Der Proband darf gegebenenfalls ein Hilfsmittel (z. B. Stock) benutzen. Nach Aufforderung soll der Proband mit einem normalen und sicheren Gang bis zu einer Linie gehen, die in drei Metern Entfernung vor dem Stuhl auf dem Boden angezeichnet ist, sich dort umdrehen, wieder zurück zum Stuhl gehen und sich in die Ausgangsposition begeben.

Die dafür benötigte Zeit wird in Sekunden notiert. Vor der eigentlichen Zeitmessung kann der Proband den Bewegungsablauf üben. Der Untersucher darf den Bewegungsablauf einmal demonstrieren.

Podsiadlo D, Richardson S (1991): The Timed "Up & Go": a test of basic functional mobility for frail elderly persons.  J Am Geriatr Soc 39:142-148

 

Motilitätstest nach TINETTI

Dem Timed "Up & Go" schließt sich der Motilitätstest nach TINETTI an. Dieser bewertet Stand, Balance, Aufstehen, Drehen auf der Stelle und Hinsetzen. Beliebige Hilfsmittel dürfen verwendet werden. Werden weniger als 20 von insgesamt 28 möglichen Punkten erreicht, besteht ein signifikanter Hinweis auf ein erhöhtes Sturzrisiko.

Bei vielen Patienten mit offensichtlichen Gangstörungen zeigt eine neuromuskuläre Untersuchung kein Korrelat. Die unmittelbare Beobachtung des Bewegungsablaufes ist der körperlichen Untersuchung des Bewegungsapparates oft überlegen. Zur Beurteilung des Gehens wird das Gangbild nach Schrittauslösung, Schrittlänge, Schritthöhe, Schrittsymmetrie, Gangkontinuität, Wegabweichung, Schrittbreite und Rumpfstabilität analysiert. Der Motilitätstest nach TINETTI ist in der Lage, Patienten mit erhöhtem Sturzrisiko zu identifizieren. Er analysiert einzelne Funktionen der Mobilität, wie Balance und Stand sowie Gangbild mit Hilfe eines vorgegebenen Punktescores. Er eignet sich gut für Verlaufskontrollen.

Tinetti ME (1986): Performance-oriented assessment of mobility problems in elderly patients. J Am Geriatr Soc 34: 119-126

Tinetti ME (1990):  A simple procedure for general screening for functional disability in elderly patients. Ann Intern Med 112: 699-706.

 

Clock Completion  ( Uhren-Ergänzen )

Die Clock Completion nach WATSON eignet sich zum Screening auf Hirnleistungsstörungen wie Neglectphänomenen, Apraxien sowie kognitiven Defiziten. Der Proband wird aufgefordert, in einen vorgezeichneten Kreis die Ziffern einer Uhr einzuzeichnen. Der Test wird mit einem vorgegebenen Scoringsystem ausgewertet. Fehler beim Zeichnen können auf ein beginnendes Demenz-Syndrom hinweisen. Die Clock Completion ist für Verlaufskontrollen geeignet. Sie ist einfach und in kurzer Zeit durchführbar. Sie ergänzt die Mini-Mental Status Examination (MMSE). Für die Auswertung empfiehlt sich das Scoring-System nach WATSON, das eine gute Sensitivität und Spezifität für die Identifikation von Demenz-Syndromen aufweist.

Watson IJ, Arfken CL, Birge SJ (1993): Clock completion: An objective Screening test for dementia.  J Am Geriatr Soc 41: 1235-1240

 

Zahlenverbindungstests

In den beiden Zahlenverbindungstests soll der Proband in möglichst kurzer Zeit Zahlen bzw. Zahlen und Buchstaben auf einem Blatt Papier mit einem Schreibstift verbinden. Teil A erfordert vom Probanden ein rasches erfassen und verbinden der richtigen Zahlen. Daher wird dieser Test als Ausdruck perzeptiver Problemlösungskapazität gesehen, als auch als Mittel zur Erfassung motorischer Geschicklichkeit und Koordination.

Teil B beinhaltet ähnliche Erfordernisse, wobei aber Zahlen und Buchstaben alternierend verbunden werden müssen. Zusätzlich wird so eine gewisse mentale Flexibilität miterfasst. Beide Tests eignen sich zur Verlaufsmessung bei frühen Stadien einer Demenz.

R. M. Reitan (1955) The relation of the Trail Making Test to organic brain damage. Journal of Consulting Psychology  19: 393-394

R. M. Reitan (1958) Validity of the Trail Making Test as an indicator of organic brain damage. Perceptual and Motor Skills  8: 271-276

 

Körperfettmessung

Die Messung des Körperfettanteils durch Bioimpedanztechnik ist ein einfaches Verfahren zur Bestimmung der Körperzusammensetzung ( Fett und fettfreie Masse ). Die Messung erfolgt durch einen hochfrequenten schwachen Wechselstrom über die Extremitäten. Es gibt verschiedene Messgeräte am Markt.

Das Programm ermöglicht die Integration der Körperfettmessung als Ergänzung zum Ernährungsstatus. Richtwerte bzw. Interpretation des Körperfettanteils erfolgt durch die Software.

 

Sinnesfunktionen  und  Schmerzsituation

Ein Formular dient der Erfassung der Visus- und Hörleistung, und ob entsprechende Hilfsmittel verwendet werden. Zur Visusprüfung wird eine konventionelle Sehtafel verwendet. Zur Gehörprüfung kann der Flüstertest eingesetzt werden. Bezüglich der Schmerzsituation wird der Patient gebeten, die empfundenen Schmerzen während der vergangenen Woche auf einer Skala von 0 bis 10 zu quantifizieren. Dazu wird zweckmässigerweise eine zehnteilige Skala vorgelegt und der Patient aufgefordert, eine Markierung zu setzen.

MacPhee GJA, Crowther JA, McAlpine CH. (1988) : A simple screening test for hearing impairment in elderly patients. Age and Aging  17 : 347-351

 

DANKSAGUNG

 

Mein Dank gilt der Novartis Foundation for Gerontology, Basel, Schweiz, insbesondere Stephanie Dor, Maisons-Laffitte, Frankreich, Willy Stoeckl, Wien, Österreich und Dr. Robert Griffith, Santa Fee, New Mexico, für die Hilfe und Unterstützung bei der Realisierung meiner Geriatrie-Assessmentsoftware und die Platzierung am www-Server.

Univ.-Prof. Dr. med. Hans Peter Rhomberg, ärztlicher Direktor des Krankenhauses Hochzirl, Österreich, für die Schaffung einer geriatrischen Assessmenteinheit  und seine Unterstützung.

Dr. med. Markus Gosch, Oberarzt und Leiter des geriatrischen Assessments am Krankenhaus Hochzirl für seine Hilfe und Einbringung seiner Erfahrung im Bereich des geriatrischen Assessments.

Prof. Dr. med. Thorsten Nikolaus, Chefarzt der Bethesda Geriatrischen Klinik, Ulm, Deutschland, für seine Unterstützung und Tipps für dieses Programm, sowie den weiteren Mitgliedern der Arbeitsgruppe Geriatrisches Assessment (AGAST), welche die Standardisierung von mir übernommener Testverfahren (Barthel Index, Mini-Mental State Examination, Geriatrische Depressions-Skala, Soziale Situation, Handkraft, Geldzählen, Timed “Up&Go “, Motilitätstest nach Tinetti und Clock-Completion Test) für den deutschen Sprachraum durchgeführt haben :

Dr. med. M. Bach, Dr. med. N. Specht-Leible, Geriatrisches Zentrum Bethanien an der Universität, Heidelberg, Deutschland

Dr. med. M. Borchelt, Evangelisches Geriatriezentrum Berlin, Berlin, Deutschland

Dr. phil. G. Clausen, Dr. med. M. Gogol, Hagenhof-Klinik für Rehabilitation, Langenhagen, Hannover, Deutschland

Dr. med. R. Gilgen, Klinik für Geriatrie und Rehabilitation, Stadtspital Waid, Zürich, Schweiz

Dr. med. K. Heidbüchel, Medizinische Universität zu Lübeck, Klinik für Angiologie und Geriatrie und geriatrisch-rehabilitative Tagesklinik GmbH., Lübeck, Deutschland

Dr. med. W. Hofmann, Dr. med. K. Jäger, Dr. med. R.-D. Pohl, Priv.-Doz. Dr. med. C. Schmeling-Kludas, Allgemeines Krankenhaus Ochsenzoll, Medizinisch-Geriatrische Abteilung, Hamburg, Deutschland

Dr. med. B. Kowalski, Dr. med. A. Kwetkat, Dr. med. V. Lichti, Dr. med. A. Schreckenberg, Städtisches Krankenhaus München-Neuperlach, Zentrum für Akutgeriatrie und Frührehabilitation, München, Deutschland

Dr. med. D. Lüttje, Städtische Kliniken Osnabrück, Krankenhaus Natruper Holz, Geriatrische Abteilung, Osnabrück, Deutschland

Priv.-Doz. Dr. med. H.-P. Meier-Baumgartner, Ärztl. Direktor des Albertinen-Haus, Medizinisch-Geriatrische Klinik und Tagesklinik, Hamburg, Deutschland

Dr. med. C. Ott, Städtisches Krankenhaus Rottenburg/Neckar, Rottenburg, Deutschland

Dr. med. W. H.-H. von Renteln-Kruse, Chefarzt der Geriatrischen Klinik Reuterstraße, Bergisch-Gladbach, Deutschland

Priv.-Doz. Dr. med. L. Pientka, Dipl.Soz.wiss., M.P.H., Chefarzt der Augusta-Krankenanstalt, Medizinisch-Geriatrische Klinik, Bochum, Deutschland

Priv.-Doz. Dr. med. A.E. Stuck, Chefarzt am Zentrum Geriatrie-Rehabilitation, Zieglerspital, Bern, Schweiz

 

Dem MMV - Medizin Verlag, München, Deutschland, für die Überlassung von Textinhalten für die Software.

Patricia S. Anthony, MS, RD, Clinical Nutrition Support Services, Nutrition Strategic Business Division, Nestec Ltd. für die Genehmigung der Einbindung des Mini-Nutritional Assessments MNA®.

Russel Kujan, Communications Director, Maryland State Medical Society, für die Genehmigung der Einbindung des Barthel Index.

 

Der European Academy for Medicine of Ageing ( EAMA ) und dem Institut universitaire Kurt Bösch, Sion, Schweiz, für ihr herausragendes Engagement in der Geriatrie.

 

Dr. Roman Kleindienst  www.contexio.com